Chronik der Tennisabteilung des Gütersloher Turnvereins:

1985: Boris Becker feiert mit 17 Jahren, als bis dahin jüngster Spieler und erster Deutscher, gegen Kevin Curren seinen ersten Wimbledon-Sieg.
1987: Steffi Graf besiegt bei den French Open Martina Navratilova und gewinnt mit 18 Jahren ihren ersten Grand-Slam-Titel.
In Deutschland grassiert der Tennisboom.

 

Mehr oder weniger zwangsläufig fand dann also am 18.08.1987 die Gründungsversammlung für eine Tennisabteilung im GTV statt. Teilnehmerzahl: 20 Personen. Aber noch am gleichen Abend konnten 30 weitere Mitglieder geworben werden und an einer ersten Platzbegehung am 01.11.1987 nahmen schon ca. 80 – 100 Personen teil. Anfang Dezember wurde das 100. Mitglied begrüßt. 

Pünktlich zu Saisonbeginn im Mai 1988 wurde mit einem Rot-Weißen Fest der Dr. Angenete Sportpark endgültig aus der Taufe gehoben. Es konnte zum ersten Mal auf den mit Quarzsand verfüllten Kunstrasenplätzen mit dem klangvollen Namen „Wimbledon-Green“ aufgeschlagen werden. Entscheidende Pluspunkte waren die ganzjährige Bespielbarkeit und die gegenüber roter Asche wesentlich kürzeren Abtrocknungszeiten nach Regenfällen. 

Damit war eine unerwartet rasante Entwicklung eingeleitet: Im Mai 1989 wurden die Plätze  fünf und sechs im Sommer 1991 Platz sieben für den Spielbetrieb freigegeben, um Wartelisten für Neuaufnahmen auflösen zu können. Das Angebot zum Breitensport mit der gelben Filzkugel war angenommen worden. 

Gestiegene Mitgliederzahlen und die vielfältigen Aktivitäten erforderten dann eine Erweiterung des Clubraumes. Nach Abschluss der Baumaßnahmen stehen ab Sommer 1997 ca. 70 qm mit komplett neuer Einrichtung zur Verfügung. Die Finanzierung erfolgte ausschließlich mit eigenen Mitteln der Abteilung sowie aus Zuschüssen der Stadt Gütersloh und der Bezirksregierung. 

In jeder Saison werden insbesondere für die Hobbyspielerinnen und –Spieler verschiedene Turniere angeboten.

Seit 1996 wird mit viel Erfolg der Sommer-Cup ausgetragen. Ursprünglich als "Hilbig-Cup" nach seinem Initiator Reinhard Hilbig benannt und zwischenzeitlich auch mal zum „Kappen-Turnier“ umbenannt, versuchen die Teilnehmer, im Spiel jeder gegen jeden, so viele Matches wie möglich zu bestreiten.

 

Zwangsläufig kamen dann die Wimbledon-Green Beläge in die Jahre. Nach Abwägung aller finanziellen Möglichkeiten, wurden vier der renovierungsbedürftigen Plätze im Sinne einer Vielzahl von Mitgliedern in Ascheplätzen umgebaut. In Eigenleistung wurden die Plätze so vorbereitet, dass durch das ausführende Untenehmen nur die Spielflächen hergerichtet werden mussten. Ab der Saison 2005 wird überwiegend auf Ziegelmehl gespielt.

 

Nun haben zwar die deutschen Tennissterne viel von ihrem Glanz verloren, aber auf dem herrlichen und sorgsam gepflegten Gelände stehen auch heute noch die über hundertjährigen Eichen in alter Pracht. Die Außenterrasse mit gutem Blick auf die Spielfelder wurde neu gestaltet.

 

 

 

Das war im Zeitraffer die Geschichte die Tennisabteilung des GTV. Auch die heutige Tennisabteilung bietet weiterhin allen Mitgliedern ein sportliches Umfeld, in der auch Geselligkeit nicht zu kurz kommt.